Boa c. constrictor (Linnaeus, 1758)

2011/2012 US Pokigrons by Chris Wolf (IL-USA)
2011/2012 US Pokigrons by Chris Wolf (IL-USA)

Surinam / Pokigron

(Rio Bravo Reptiles - USA)

 

Durch puren Zufall lernten wir 2011 Chris Wolf (USA, IL) kennen, dem die erste Nachzucht reiner Surinam (Pokigron) Boas mit Elterntieren aus der Zucht von RioBravoReptiles geglückt war. Getreu unserem Motto "Nur das Beste ist gut genug" konnten wir aus dem 2011er- und 2012er Wurf die beiden Top-Paare ergattern.

Auch in diesem Fall können wir beide Würfe bis ins Detail dokumentieren. Die Referenznummern von A. Rentfros Elterntieren sind uns bekannt. Natürlich haben wir auch Fotos der Elterntiere.

 

In den USA würden solche Tiere als sogenannte "Mega-Peaks" bezeichnet, da sie sehr ausgeprägte Batwings (Form der Sattelflecken) haben. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass unsere US-Tiere nicht mit den erwähnten Mega-Peaks-Tieren verwandt sind. Obwohl die Sattelflecken sehr dominant erscheinen, sind sie nicht durch selektive Zucht entstanden. Da alle Tiere von A. Rentfro, nachdem dieser seine Zucht soweit uns bekannt auflösen musste, in den Weiten der amerikanischen Terraristikszene verschwunden (oder besser gesagt untergegangen) sind, sind die Nachzuchten von Chris Wolf die einzigen linienreinen Surinamboas, welche aus jener legendären Quelle noch übrig geblieben sind. Und es sind - zu unserem Glück - wirklich fantastisch schöne Boas.

The One
The One

Was die zu erwartende Endgrösse anbelangt, können wir noch keine genauen Angaben machen. Weibliche Boa c. constrictor legen nach einem Wurf gerne nochmals deutlich an Grösse zu. Links sehen Sie das 2011er Weibchen mit momentan (Stand April 2018) ca. 11 Kg bei einer Länge von gut 230 cm. Die Männchen sind deutlich schmächtiger.

 

Unsere US-Pokigrons sind nicht mit europäischen Exemplaren verwandt.

 

Surinamboas aus der Region Pokigron sind nicht zwangsläufig schöner als Tiere anderer Lokalität. RioBravoReptiles war einfach der erste Züchter, der sich dieser Lokalform annahm bzw. diese dokumentierte. Der Name wurde später durch einen deutschen Halter geradezu vermarktet und mit Superlativen geschmückt. Wir denken nicht, dass unsere Tiere dies nötig haben; wir übrigens auch nicht.

M5
M5

Rechts ist das 2011er Männchen, genannt "M5", abgebildet. Dieses Tier wies die ausgeprägtesten Fledermausflecken des gesamten Wurfes 2011 auf. Die Grundfarbe von Boas variiert grundsätzlich je nach Gegebenheiten. Bei "M5" wird dies teilweise auffällig sichtbar, erscheint er doch manchmal in einem dunklen Grau und am nächsten Tag wieder leuchtend hell wie auf dem Foto rechts. Das oben gezeigte Weibchen 2011 war hingegen das hellste Tier aus 2011 und scheint diesbezüglich aussergewöhnlich zu sein, da es diese Färbung bis ins Erwachsenenstadium beibehalten hat.

Wir wissen natürlich nicht genau, wie potentielle Jungtiere aus einer Verpaarung dieser zwei Exemplare aussehen würden. Vermutlich gäbe es absolut spektakuläre gezeichneten Nachwuchs.  Wir werden regelmässig angefragt, wie es mit Verfügabrkeit von Nachzuchten bei den US-Pokigron aussieht. Fakt ist, dass wir für 2019 die Verpaarung des 2011er Päärchens geplant haben und natürlich nicht alle Babies behalten könnten. Aufgrund der Tatsache, dass es sich hier um die einzigen Pokigrons-Boas aus der Zucht von Chris Wolf handelt, welche in Europa existieren, wird die Verfügbarkeit nur schon wegen des Preisniveaus eingeschränkt sein. Schliesslich ist dies, sofern man alle Parameter wie Herkunft, Optik, Reinheit etc. miteinbezieht, eine der seltensten Arten überhaupt. Leider wird dieser Umstand in der Reptilienszene nur zu gern vergessen.

 

Sämtliche Surinam-Boas bei Triasreptiles.com wurden negativ auf BIBD getestet


Saphira
Saphira

Surinam / Pokigron

(H&E Stöckl - Germany)

 

Bei dieser Linie kann man von klassischen Surinam-Boas mit speziell intensiver Färbung reden. Eine wahre Augenweide für Kenner.

 

Mit unseren Leitlinien - Genetik, Qualität und Optik - lässt sich natürlich auch eine gewisse Vorliebe für grosse, mächtige Tiere sehr gut verbinden. Der Anblick unserer Saphira mit ihren über 15 Kg und einer Länge von über 250 cm im Alter von knapp 10 Jahren (Stand November 2018) ist natürlich einmalig. Solch mächtige Boas sind heutzutage fast nicht mehr zu finden. Das Männchen, Eragon, ist deutlich kleiner. Er wurde ab einem gewissen Alter auch zurückhaltender gefüttert und ist dafür in der Paarungszeit auffallend aktiv. Dieses Weibchen hat uns im Jahr 2016 mit einem Wurf von 21 extrem schönen Nachzuchten beschenkt. Davon haben wir uns mehrere Exemplare zurückbehalten. Die phänomenalen Jungtiere mit den typisch kirschroten Schwänzen können Sie in der unteren Gallerie sehen.

Links können Sie nochmals die ungefähren Ausmasse des Zuchtweibchens erahnen. Interessanterweise legte dieses Tier nach dem erfolgreichen Wurf nochmals deutlich an Grösse zu. Man könnte sogar von einer Hauptwachstumsphase sprechen. Bedenken Sie, dass adulte weibliche Boa c. constrictor im normalen Ernährungszustand immer auch gewisse Fettreserven haben (die dürfen das...). Ein kräftiges Schwanzende deutet noch lange nicht auf eine überfütterte Boa hin. Die Fütterung unserer grossen Weibchen erfolgt ausschliesslich mit Kaninchen. Kein anderes (erhältliches) Futtertier bietet eine so hohe Wertigkeit. Bei adulten Weibchen drosseln wir die Futterintervalle auf ca. 8-10 Fütterungen pro Jahr! Mehr ist weder nötig noch gesund für das Tier. Der ausgezeichnete Zustand solcher Weibchen beeinflusst auch massgeblich die Qualität allfälliger Jungtiere.

Grundsätzlich ist zu den Nachzuchten zu sagen, dass es sich um sehr kräftige und lebhafte Boas handelt. Die Färbung ist überdurchschnittlich kontrastreich und intensiv. Es wird immer unser Bestreben sein, die beiden Linien (also US-Pokigrons und die Deutsche Linie) rein zu erhalten.

Natürlich werden wir versuchen, die jeweiligen genetischen Eigenheiten beider Stämme miteinander zu verbinden. Eine Verpaarung mit den US-Pokigrons steht aus sicherheitstechnischen Gründen jedoch erst zur Debatte, wenn wir von diesen auch Nachzuchten haben. Die Elterntiere werden untereinander vorerst nicht verpaart werden. Ein kluger Züchter schützt seinen Grundbestand! 

 

Sämtliche Surinam-Boas bei Triasreptiles.com wurden negativ auf BIBD getestet


Corallus batesii (Linnaeus, 1758)

Apollo
Apollo

Die Grüne Hundskopfboa gehört nach wie vor zu den absoluten Highlights der Terraristik. Bei TriasReptiles haben wir uns auf die Amazonas Tiefland Form spezialisiert. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, nicht bloss sogenannte Highwhite-Tiere zu verpaaren, sondern vor allem auch besonders kräftige Exemplare mit einer herausragenden Physis miteinzubeziehen. Auch hier liegt das Augenmerk in einer natürlichen Entwicklung.

 

Das Wohlbefinden unserer Pfleglinge wurde am 01.07.2016 mit einem sensationellen Wurf von 15 (!) Jungtieren unter Beweis gestellt.

 

Es bleibt anzumerken, dass Verpaarungen von corallus batesii x corallus caninus das reinste Verbrechen sind. Selbstverständlich werden Sie bei uns niemals etwas Derartiges vorfinden. Mit "Züchtern" und Haltern solcher Tiere sollten Sie - sofern Ihnen die Terraristik am Herzen liegt - jeglichen Kontakt abbrechen.

 

Um Corallus batesii herrscht momentan ein grosser Hype. Es ist bereits jetzt erkennbar, welch zwielichtige Gestalten mit fragwürdigen Hintergründen und Beweggründen auf den Zug aufspringen wollen. Es wird sich nur noch um eine Frage der Zeit handeln, bis sich die üblichen Boa-Krankheiten auch hier massivst manifestieren. Unser Bestand ist selbsttragend und ständig überwacht.

Hera
Hera

Speziell zu erwähnen sind unsere sogenannten "Diamond"-Tiere. Gemeint sind damit Exemplare mit ausladender Dreieckszeichnung. Wir betreiben diesbezüglich eine gewisse Selektionszucht, sind aber stets bemüht, die natürliche Erscheinung beizubehalten. Wir sind sehr stolz darauf, einige der besten Tiere in Gefangenschaft unser Eigen nennen zu dürfen. Auch wenn ein gewisser Trend in die Richtung der mit weiss überladenen "Snowflake-Varianten" zeigt, kann keine andere Variation bzw. kein anderer Look den Diamond-Tieren das Wasser reichen.

Wir versichern Ihnen, dass der Anblick solcher Individuen absolut atemberaubend ist. 

 

Es bleibt anzumerken, dass diese Optik nicht ganz einfach zu züchten ist. Mit Achilles haben wir allerdings den Sechser im Lotto.

Und auch hier gilt die Regel, dass Qualität nicht nur von der Optik abhängt. Daher werden wir immer bemüht sein, auch wieder Tiere mit weniger Weissanteil (dafür besonders kräftiger Physis) mitzuverpaaren. Nur so kann die Gesundheit der Art über kommende Generationen sichergestellt werden. Dabei soll immer klar sein, dass die Grüne Hundskopfboa des Amazonas Tieflands eine in der Terraristik äusserst seltene und wertvolle Art darstellt, welche in ihrer natürlichen Vielfalt und Ausprägung unbedingt entsprechend respektiert werden muss. Ein Gr¨üne Hundskopfboa wird nicht besser oder schlechter durch den Weissanteil. Es ist auch rein von der genetischen Vielfalt her eine Sackgasse, nur Tiere mit hohem Weissanteil miteinander zu verpaaren. Der Genpool wird zunehmend eingeschränkt und erstrebenswerte Eigenschaften können verloren gehen.

Rechts sehen Sie "Achilles", ein absolut aussergewöhnliches Männchen. Er wurde 2009 in Deutschland geboren und war bereits als Baby völlig überdurchschnittlich gezeichnet. Im Laufe der Jahre wurde seine Färbung zunehmend dunkler und erscheint nun je nach Tagesform in einem kräftigen Türkis. Er repräsentiert die Basis der Hundskopfboas von Triasreptiles. Er ist die Nummer 1.

Bei den beiden oben abgebildeten Tieren handelt es sich um "Hermes", einem Männchen aus unserer ersten "Diamond"-Nachzucht. Wie oft bei dieser Linie, kommt durch die Onthogenesis nicht mehr viel Weiss dazu. Die Zeichnung wird einfach noch "ausgefüllt". Wenn ein Tier jedoch schon so wie "Hermes" zur Welt kommt, kann man sich sowieso nur noch glücklich schätzen. Auffällig sind die vielen "Crossbars". Ein Merkmal, dass Achilles zuverlässig an seine Nachkommen weiterzugeben scheint.

Achilles
Achilles


Sanzinia madagascariensis (Duméril u. Bibron, 1844)

Die Madagaskar-Hundskopfboa ist eine der wenigen Boas, die nicht auf dem amerikanischen Kontinent endemisch ist und besticht insbesondere durch ihre spezielle Kopfform.

Sie gilt als unmittelbar bedroht und ist deshalb in Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgeführt.

Wir haben während den letzten Jahren einzig ein einzelnes, adultes Männchen der (hell-)grünen Variante gepflegt und waren stets auf der Suche nach qualitativ und optisch vergleichbaren Tieren. Dies erfordert üblicherweise viel Zeit und Geduld, die sich nun endlich ausgezahlt hat.

 

So pflegen wir nun noch zwei zusätzliche Pärchen unterschiedlichen Alters, ein jüngeres aus dem Jahre 2016 sowie ein bereits adultes Pärchen.

 

Wir hoffen, dass sich alle Tiere gut entwickeln werden und wir uns zu gegebener Zeit auch über Nachzuchten dieser tollen Art werden erfreuen können.